Sonntag, 7. März 2010
Fastenzeit: Gott lässt mit sich reden
Sonntag, 28. Februar 2010
Franz, der Musiklehrer oder Kant zwischen zwei Hellen
Kneipen. Wir landeten irgendwann, recht spät war es auf jeden Fall, im Augustiner und
setzten uns an einen Tisch, an dem bereits ein Mann mittleren Alters saß. Ich suchte noch
kurz die Toiletten auf und als ich zurück kam, waren mein Freund und der Mann bereits in ein
Gespräch über Irland vertieft.
Unser Bier kam und ich lauschte dem Gespräch. Ich kann nicht mehr sagen wie, aber plötzlich
waren wir bei dem Thema "Katholische Kirche". Nach einigem hin und her outeten wir uns
beide als Theologen. Er schaute uns spitzbübisch an und meinte wohl, einen großen Coup
landen zu können, indem er frech grinsend fragte: "Jungs, was ist eigentlich Glaube?"
"Etwas positiv weiterdenken", antwortete mein Freund gewieft. Unser Tischnachbar schien
damit nicht ganz zufrieden zu sein und stieg sofort mit philosophischen Fragen ein.
Wir diskutierten über christliche Werte, was Religion für Massen bedeuten kann, den
persönlichen Glauben und sogar themenlastige Fragen wie die Frage der Trinität und der
Transsubstantiation; wir versuchten sogar die Frage zu erörtern, ob man Christ sein kann,
ohne die Auferstehung Jesu Christi anzunehmen. Ob das nicht zu dogmatisch sei und wo die
Freiwilligkeit in dieser Entscheidung liege, fragte er. Bei dieser Fragen gerieten wir dann ins
Stocken und bestellten die nächste Runde. Mittlerweile hatten wir drei auf das "Du"
angestoßen und wussten, dass er Musik und Pädagogiklehrer war und großes Interesse an der
Religionswissenschaft hatte. Franz, so sein Name, fragte uns dann, wie eine absolute Vorgabe
mit dem Gewissen vereinbar sei und ob dies nicht ein Problem im Christentum darstelle?
Wir verneinten das, denn der Gewissensvorbehalt ist selbst im CIC, dem kirchlichen
Gesetzbuch verankert, als letzter Artikel. Freundlich lächelnd meinte er dann, dass er mit der
Annahme des Glaubens Schwierigkeiten habe, da es für ihn nicht einfach wäre dies alles
anzunehmen und für wahr zu halten. "Und genau das ist Kant", meinte ich dann, nachdem mein Glas schon wieder nur noch halbvoll war. "Kant meint als Definition für den Glauben, etwas Unzureichendes für wahr halten. "Es ist nur - oder Gott sei Dank - Glaube, wenn wir etwas annehmen, was wir nicht ganz nachvollziehen können. Die Fähigkeit, Glauben zu können, wird auch als Gnade angesehen und Gnade als Geschenk", schloss mein Kumpel ab.
Franz dachte kurz nach und leerte dann mit einem Schluck sein Glas. Grinsend stimmte er uns
zu und bot dann an, unsere Zeche zu übernehmen. Das war für uns natürlich kein Problem.
Für uns ging es schließlich noch weiter an diesem Abend und Franz verließ uns dann auch
bald, da er auf den letzten Zug in seine Heimat musste. Uns rief das Andechser am Dom.
Ein Gastpost von Philipp Brutscher.
Donnerstag, 25. Februar 2010
Jesus von Montreal
Inzwischen kann man den kompletten Film in 13 Häppchen auf Youtube ansehen - in französischer Originalsprache mit englischen Untertiteln.
Part 8:
Montag, 22. Februar 2010
Ich glaube an Gott, weil...
Dieses schlichte, überzeugende Glaubenszeugnis stammt nicht von einem "Berufsgläubigen", sondern aus einem Interview mit dem deutschen Krimi-Erfolgsautor Andreas Franz (anlässlich der Neuerscheinung von "Eisige Nähe" - das ist eine Werbeeinblendung als Dankeschön für diese wunderbaren Worte). Ein weiteres Zitat aus dem Interview: "......mein Glaube verhindert, dass ich nur noch alles in Grau- und Schwarztönen sehe."
Wer das exklusive Interview komplett lesen möchte, findet es bei einem Online-Buchversandhändler.
Mittwoch, 3. Februar 2010
Charismatiker: Füttern verboten!
Bei meinen Studien zum Thema „Führungseigenschaften aus theologischen Betrachtungen“ ist mir die Bedeutung des Charismas des Führenden deutlich geworden. „Charisma“ wird in unserem Sprachgebrauch häufig als eine Art „besondere Ausstrahlung“ gesehen. Etwas, das eine Persönlichkeit an seine Zuhörer oder Anhänger durch Sprache, Gestik und Mimik transportiert.
Betrachtet man „Charisma“ aber vom griechischen Original „χάρισμα“ dann steht es eher für etwas Empfangenes.
„Charismen“ bedeuten im Neuen Testament die Gnadengaben des Heiligen Geistes. Menschen mit diesen Eigenschaften werden in der Bibel als „Charismatiker“ bezeichnet.
Ein charismatischer Führer ist im Neuen Testament also einer, der etwas empfangen hat und dies dann nach außen transportiert. Charismen anzunehmen, also sich bewusst zu machen, dass Gott etwas mit einem vor hat und dafür „Werkzeuge“ bereitstellt, bedeutet auch immer eine gewisse Demut. Denn woher soll ich wissen, dass Gott mich wirklich meint und ich mir diese Gnadengaben nicht einrede?
Die ersten Gemeinden der frühen Kirche haben sich zu diesem Punkt viele Gedanken gemacht, denn es kam oft vor, dass sogenannte „Wanderpropheten“ erschienen und den Gläubigen gegen freie Kost und Logis den Himmel auf Erden versprachen.
Ein wesentliches Merkmal eines wahren Charismatikers ist für die Gemeinde, dass er nicht länger als zwei Tage bleibt. Länger konnten sie ihn nämlich nicht versorgen.
(vgl http://www-user.uni-bremen.de/~wie/texteapo/didache.html - Kapitel 11,5f)
Ein Gast-Post von Philipp Brutscher
Donnerstag, 28. Januar 2010
Paradies im Himmel
Die neue Welt, die neue Erde - das ist die Hoffnung und Erwartung unseres Glaubens, für die unsere uralten Lieder auch Bilder haben: Wolf und Lamm liegen nebeneinander und das Kind spielt mit der Schlange. Die Völkerwanderung zum himmlischen Jerusalem mit zwölf Perlen als Tore. Der wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht. Sie sind schön, unsere Lieder. Die Bilder in Avatar sind unmittelbar eingängiger - unter anderem dank Computeranimation.
Sich an ein fremdes Kunstwerk zu hängen ist letztlich billig und ich weiss nicht einmal, ob James Cameron Christ ist. Es wäre schön, wenn es uns Christen öfter und besser gelänge, unsere Erwartung der neuen Schöpfung in solch ausdrucksstarke Bilder zu fassen, die Menschen heute verstehen können. Dass sie Sehnsucht danach haben, wissen wir schließlich nicht erst seit gestern - als Avatar zum erfolgreichsten Film aller Zeiten aufstieg.
Leibliche Auferstehung in einem blau gestreiften Drei-Meter-Körper? Warum nicht? Ich möchte auf einem Ikran über Pandora fliegen, denn so müssen sich Engel fühlen. Das Beste an all diesen Bildern ist ja: die neue Schöpfung Gottes wird alle menschlichen Fantasien übersteigen!
Übrigens (mit einem kurzen Seitenblick auf Radio Vatikan und andere Filmkritiker): Dass man den Film auch ganz anders erleben kann, hat mich mein Begleiter sofort nach der Vorstellung gelehrt. Der erste Satz, den ich nach dem Kinobesuch hörte, lautete: "Diese superstarke Roboter-Maschine, die man durch eigene Bewegungen steuern kann, die ist voll krass!"
Freitag, 25. Dezember 2009
Die Macht der Engel
Zwei Drittel der Deutschen glauben an Engel! Eine 45-minütige TV-Dokumentation greift die Renaissance der Engel auf. Zu Wort kommen unter anderem der katholische Fundamentaltheologe und Angelologe Prof. Johann Hafner und Pater Anselm Grün. Evolutionsbiologe Prof. Ulrich Kutschera hält dagegen: "Die Welt wäre ein Narrenhaus, wenn solche Kräfte wirken würden." Und Engel-Dolmetscherin Alexa Kriele erläutert ihre Art mit den Engeln zu kommunizieren.
Vorgestellt wird ein breites Spektrum an Themen rund um Engel wie Engel in der Bibel, Engel im Islam oder die Diskrepanz zwischen traditionellen Engelsmythen und dem heute vorherrschenden Glauben an Engel als ausschließlich liebevolle Wesen. Die Namen der drei Erzengel Michael, Gabriel und Rafael werden erklärt.
Die Sendung wird im ZDF ausgestrahlt am 25.12.2009 um 19:30 Uhr und online in der ZDF-Mediathek zur Verfügung gestellt.
Viele Themen der Dokumentation sind ebenfalls zu finden in unserem Engel-Special.
Frohe Weihnachten!
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Fürbitte geht online
Ein wundervolles interaktives Fürbittbuch und eine rundum gelungene Einladung, das Gebet oder neue Gebetsformen für sich zu entdecken, hat die Svenska Kyrkan (Schwedische Kirche) ins Web gestellt. Wer möchte, kann sein Gebet den anderen Besuchern der Website und der Fürbitte einer lokalen Kirche empfehlen. Außerdem lädt die Kirche immer wieder zu Kontakt und Gespräch ein. Bereits über 20.000 Gebete sind online: "Welcome, no matter who you are"Die "Campaign for Payers" wurde zum der Star der Epica Awards 2009: Für die kreative Umsetzung erhielt die Agentur Forsman & Bodenfors den ersten Preis im Wettbewerb für interaktive Werbung. Die Epica Awards ist die größte europäische Wettbewerbsshow der Werbebranche.
Die Illustration oben stammt aus der Case Study der Kampagne.
Und Gott schuf
den Hard Rock...
(gefunden bei "Born to be Pressepfarrerin - Blog the Church" )
...als Geschenk für Dich. Alles Liebe zum Geburtstag!
Samstag, 19. Dezember 2009
Ein Wunder
Anfang November erfuhr ich von einem Freund, dass dessen Sohn Lukas
mit einer schweren Infektion in der Kinderklinik Augsburg liegt. Er
war am 3.11. dort eingeliefert worden. Er sei jedoch auf dem Weg der
Besserung. Mit seinem Vater wollte ich mich freundschaftlich auf ein
Glas Wein am 11.11. treffen.
Am 10.11. sagte er mir dieses Treffen ab. Der Zustand seines Sohnes
hatte sich dramatisch verschlechtert. Die Ärzte hatten jede Hoffnung
aufgegeben und die Familie darüber informiert, dass sie Lukas nicht
mehr helfen können und er wohl bald, möglicherweise noch am gleichen
Tag sterben würde.
Da ich in einer früheren Angelegenheit durch Gebete sehr konkrete
Hilfe bekommen hatte, habe ich begonnen zu beten und alle Menschen,
die ich kenne, die ich dazu in der Lage gesehen habe, um ihre Hilfe
beim Beten gebeten, darunter auch Pater Willibald, der mir zurück
schrieb, dass er sich kümmern würde. Ich habe sehr wohl gespürt, dass
gerade auch von den Gebeten aus Heiligenkreuz eine große Kraft ausgeht.
Lukas' Zustand blieb mehrere Tage lang kritisch, aber gegen Ende
dieser Woche, etwa am 13.11. besserte sich sein Zustand so sehr, dass
die Ärzte davon ausgingen, dass er seine Krankheit überleben würde.
In der Woche darauf erfuhren wir, dass der Zustand sich weiter
besserte. Die Ärzte teilten den Eltern mit, dass der Junge vermutlich
noch an Weihnachten in der Klinik liegen würde. Der Zustand sei jetzt
stabil. Aber er werde nie mehr zur vollen Gesundheit gelangen, da ein
Teil der Lunge so sehr in Mitleidenschaft gezogen war, dass man sie
in einem halben Jahr, wenn Lukas wieder in einem entsprechenden
Zustand sei, entfernen müsse.
In den Wochen danach besserte sich der Zustand von Lukas so schnell,
dass die Ärzte selbst gegenüber der Familie von einem "Wunder"
sprachen. Am vergangenen Freitag wurde Lukas aus dem Krankenhaus
entlassen. In dieser Woche der Entlassung wurde er noch einmal genau
untersucht, und die Ärzte stellten eine Heilung der Lunge fest, die
sich sich in dieser Form nicht erklären konnten. Die Lunge muss nun
nicht mehr operiert werden, und Lukas wird vollständig gesund werden.
Samstag, 12. Dezember 2009
BarCamp für kirchliche Onliner
seit Längerem treibt meine Kollegen und mich um, dass die kirchliche Kommunikation und die Verbreitung religiöser Themen und Inhalte im Internet an Schlagkraft vermissen lässt, weil zu wenig Vernetzung existiert und genutzt wird. (Die gut vernetzte christliche Bloggerszene ist da eher eine Ausnahme.)
Um Abhilfe zu schaffen, laden wir Euch und alle interessierten kirchlichen oder kirchlich orientierten Onliner zum einen Ende Februar zum ersten kirchlichen Online BarCamp nach Köln ein. Und zum zweiten bieten wir allen, ob sie teilnehmen können oder nicht, auf der Site des BarCamps eine Community zur Vernetzung an:
http://mdg-onlinecamp.mixxt.de/
Eine gute Gelegenheit sich auch mal in der wirklichen Welt zu treffen und auszutauschen.
Wir von der MDG freuen uns auf Euer Kommen - und was auch toll wäre, wenn Ihr hierfür ein bisschen die Werbetrommel rühren und das BarCamp und den Link verbreiteten könntet.
Sonntag, 29. November 2009
Selig ohne Gott
Ich erinnere mich gar nicht, wann ich mir das letzte Mal einen Stern gekauft habe, aber dieser Titel machte mich dann doch neugierig: Selig ohne Gott - ohne Fragezeichen am Ende und mit Gold als Schmuckfarbe auf dem Cover.Doch ganz ehrlich, die Lektüre dieser Reportage darüber, wie sich Glaube jenseits der großen Kirchen seine Bahn bricht, blieb enttäuschend. Ein paar nette Beispiele von Sekten, deutschen Buddhisten und schweizer Hexen, aber keine Substanz, wenig Reflexion, kein Mehrwert. Nun hört man ja ständig, dass sich Religiösität ausbreite, aber eine wirklichen Einblick in diesen vermeintlichen Trend bietet der Artikel nicht. Was mich auch interessiert hätte, wäre gewesen, wie sich bei Katholiken und Protestanten die neuen Suche nach spiritueller Erfüllung ausprägt, die sich von den Standardangeboten ihrer Kirchen nicht mehr angesprochen fühlen.
Bei aller Oberflächlichkeit kann der Artikel doch mit der ein oder anderen treffenden Beobachtung aufwarten, so zum Beispiel:
"Der eigene Glaube erscheint dagegen spießig und moralinsauer. Häufig ist er es auch. Sowohl Protestanten als auch Katholiken haben über Jahrzehnte ein Spiritualtiätsdefizit aufgebaut und wirken insgesamt etwa so illuminiert wie der Bundestag. Wer den Papst und die behäbige Herrenrunde der deutschen Bischofskonferenz oder die staubtrockene evangelische Synode betrachtet, denkt nicht an Gott, sondern eher an Versicherungsverträge."
Samstag, 14. November 2009
Glaubenssache
Nicht erst seit Atheistenbusse uns vom Gotteswahn befreien wollen und gleichzeitig Bücher wie "Die Hütte" oder "Ich bin dann mal weg" die Bestsellerlisten anführen, erhitzen Gott und Glaube die Gemüter: Religion bleibt schon deshalb immer aktuell, weil sie auf ein existentielles Sinndefizit des Menschen verweist.
Diese und viele weitere interessante Glaubenssachen beleuchtet das neue Funkkolleg "Religion und Gesellschaft" des Hessischen Rundfunks. Auf der Website Funkkolleg Religion und Gesellschaft kann man die 24 Radiosendungen nach der Ausstrahlung als Podcast anhören.
Die drei ersten Sendungen sind bereits online:
- "Religion zwischen Fundamentalismus und Fortschritt"
- "Ich bin dann mal fromm - Weltflucht oder Gotteserfahrung"
- An den Lebensrändern - Glaube und Trost
- "Die Kraft der Spiritualität - Glaube und Heilung", in der unterschiedliche religiöse Praktiken zur Unterstützung persönlicher Heilungsprozesse diskutiert werden, und
- "Lucifer´s Rising - Religiöse Pathologien".
Die Sendungen dauern je knapp 25 Minuten, zusätzlich gibt es Literaturtipps und weiterführende Links sowie ergänzende Video-Dokumentationen, auf Facebook kann man sogar mitdiskutieren
Sonntag, 1. November 2009
Besuch im Mainzer Dom
1000 Jahre Mainzer Dom! Anlässlich des Jubiläums wurde im Auftrag des ortsansässigen ZDF ein toll gemachter virtueller Rundgang durch den Hohen Dom zu Mainz produziert.In mehr als dreißig 360-Grad - Panoramen kann der Dom besichtigt werden. Der Rundgang führt an alle Sehenswürdigkeit und an Orte, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind.
Typisch für die Mainzer, die so leidenschaftlich gerne und schön feiern, ist: Schon 1975 fand eine Tausendjahrfeier statt - in der Annahme, dass Erzbischof Willigis gleich nach Dienstantritt 975 mit dem Bau des Domes begonnen habe. Grund für das zweite 1000 Jahre - Jubiläum: 1009 fiel der neue Dom kurz vor oder kurz nach der Weihe einer verheerenden Brandkatastrophe zum Opfer - ein historisch gesichertes Datum. Außerdem gab es 1975 noch keine virtuellen Rundgänge im Internet.
Dienstag, 27. Oktober 2009
Halloween - Allerheiligen
Die evangelischen Schwestern und Brüder, die an Halloween Reformationstag feiern und schon mal über die Verehrung der Heiligen diskutieren, laden wir selbstverständlich gerne zur Party ein. (Aber nur verkleidet!) Ein Feiertag der Heiligen, die uns zu Gott voraus gegangen sind, ist ein Tag der Gemeinschaft und der Solidarität aller Christen - der Lebenden und der Toten. Wir Christen gehören zusammen als Gemeinschaft der Heiligen, wie es im Glaubensbekenntnis heisst. Wir halten Fürbitte füreinander, wir sind die eine Kirche - in diesem und im ewigen Leben.
Einen großen Raum nimmt an diesem Tag traditionell das Totengedenken ein. Allerheiligen als Antwort Gottes auf Leiden und Tod - ein Gastbeitrag von Evi Lotz-Thielen.
Montag, 26. Oktober 2009
Die Päpstin und die Heilige
Letzteres tut Päpstin Johanna-Expertin Elisabeth Gössmann im Interview mit Barbara Just.
Freitag, 23. Oktober 2009
Rosenkranz beten - Anleitung
Entdeckung im Rosenkranzmonat
Aber - Hand aufs Herz: Als Engel würde die Zeichnung auf der Bohne womöglich auch durchgehen.
Freitag, 2. Oktober 2009
Freundschaft mit Gott kann ganz schön anstrengend sein...
Dienstag, 15. September 2009
Das Wunder von Haidhausen
P.S.: Ich hoffe, dass sie niemand gespült hat. Abgesehen vom Sakrileg, können wir bei Ebay damit bestimmt ein Vermögen verdienen.
Dienstag, 8. September 2009
Mit Rosenkranz und Kreuzweg zur Erlösung
Dazu fiel mir noch die Zeile aus dem Kreuzweg ein: "Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst."
Nun ist das mit der Vereinbarkeit von katholischem Glauben und Allerlösung ja so eine Sache, die von Origines bis zur "Für Viele - Für Alle" - Diskussion durch die ganze Kirchengeschichte hindurch die Gemüter erhitzt. Doch auf die Kraft der Fürbitte vertrauend darf ich vielleicht trotzdem hoffen, dass die Hölle nicht ganz so überfüllt ist, wie uns selbsternannte Online-Verkünder vermeintlicher katholischer Wahrheiten das Fürchten lehren wollen?
Bin ich ein katholisches Unikum?
Darum muss es jetzt raus: Ich bin katholisch, halte die Liturgiereform des Vaticanum II für damals längst überfällig und notwendig, habe sogar schon Gottesdienste gefeiert, in denen frei formulierte Gebete besser passten als die aus den liturgischen Büchern, diskutiere auch mal über Aktivitäten unseres Papstes, sympathisiere (mangels besserer Alternative) mit dem ZDK und der Rätestruktur, außerdem mit dem Geist des Konzils, freue mich über viele Äußerungen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, wünsche mir mehr Möglichkeiten für Frauen in der Kirche und habe sogar schon mal Publik Forum gelesen.
Kurz: Ich bin eine ganz normale Mainstream-Katholikin. Und ich blogge!!!!
Sicher zu selten, wahrscheinlich zu langweilig und darum für die Berichterstattung über katholische Blogger nicht relevant. Allerdings sehe ich dieses Blog auch nicht als Gegenmodell zum katholischen Journalismus.
Donnerstag, 13. August 2009
...lieben, wenn es Gott nicht gäbe?
ist die Erste von fünf Fragen und
"was erhoffst du dir für dein leben angesichts der erfahrung der abwesenheit gottes?"
beginnt die Letzte.
(Nota bene: der Erfahrung der Abwesenheit Gottes! Die Erfahrung äußerster Gottesferne ist uns ja von vielen Mystikern überliefert, auch Mutter Teresa berichtet in ihren Tagebüchern vom Schweigen Gottes und dem Erlebnis dunkler Glaubensnächte.)
Auch die Anderen der fünf Fragen gehen aufs Ganze. Der Beisasse Yotin hat es wieder einmal geschafft hat, "ein schönes religiöses Thema auf seinem Blog zur Diskussion zu stellen" (St. Dymphna). Wobei mir die Diskussion im Kommentarbereich weniger bedeutsam erscheint, als sich die ein oder andere seiner Frage einfach mal selbst zu stellen.
Da ich mich nicht traue, sie komplett zu zitieren, hier der Link.
Sonntag, 9. August 2009
Zeuginnen des Glaubens
In diesen Tagen veröffentlicht Barbara einen langen, frommen, berührenden Briefwechsel mit Antje Schrupp - zwei Frauen auf ihrem Glaubensweg, die Eine als Mentorin der Anderen. Eine Jüngerin, die das Evangelium verkündet, in dem sie auf Fragen zu antwortet versucht, die eine andere Frau bewegen. Ein bisschen wie damals Philippus und der Äthiopier in Apg 8, 26-40.
(Ab hier dann eher nix mehr für Männer.)
Ein Passus als Zitat:
"Dass Jesus auferstanden ist, glaube ich ... weil Maria Magdalena es bezeugt hat ...
ich kenne sehr viele kluge und feministische Katholikinnen, das heißt, offenbar hat auch der Katholizismus aus weiblicher Sicht etwas Gutes (sie bezeugen das sozusagen. Das Wort “Glaubenszeuginnen” gefällt mir gut – Frauen, die von ihren Erfahrungen mit dem Göttlichen erzählen)."
Zu Barbaras Serie "Frauen und Religion":
Teil 1: "Fromm durch Feminismus"
Teil 2: "Teilhabe an etwas Größerem bringt Freiheit"
Teil 3: erscheint morgen.
Freitag, 7. August 2009
Christen in Gottes Gegenwart
Vielleicht gelingt es uns Katholiken ja doch ab und zu, zwischen all den Streitereien "Erzkonservative gegen Progressive" (gäääähhn, sorry) zentrale Themen und Erfahrungen des Lebens und Glaubens zu besprechen.
p.s. Ich lese "Christ in der Gegenwart" übrigens deswegen nicht, weil die Herders es einfach nicht hinbekommen ihren Content online zu stellen. Die erwarten doch im Ernst, dass ich eine Umfrage erst als pdf downloade, mit einem Stift ausfülle und dann auch noch faxe oder sogar eintüte und zur Post trage! Umfrage als Abo-Kampagne? Wo ist die Kirche im Web?
Mittwoch, 5. August 2009
Gott und der Urknall
Um sich als glaubender Mensch für Naturwissenschaften begeistern zu können, braucht es weder den Entwurf eines "Intelligent Design" noch die theologisch überhöhte (inzwischen ohnehin schon wieder überholte? Korrigiert mich bitte!) Hypothese der Singularität am Beginn unseres Universums.
Blogger-Kollege Phil, selbst Naturwisschenschaftler und Katholik, hat einen sehr lesenswerten Artikel zu diesem Thema geschrieben und das Verhältnis Naturwissenschaft - Glaube in ein schönes mathematisches Bild verpackt. Auf den Punkt bringt es eine Erläuterung aus dem Kommentarbereich: "Ich würde auch nicht sagen, daß man dann (an den Grenzen der Mathematik/Naturwissenschaft - Ergänzung von mir) per se in der Theologie landet; die Theologie, die Religion, gibt uns Antworten nach dem Sinn und dem Grund unserer Hoffnung. An der Grenze unserer Vorstellungskraft oder der Mathematik angelangt zu sein, zeigt erstmal nur auf, daß man halt an Grenzen angelangt ist. Das gibt uns weder den Sinn noch die Hoffnung, die uns die Theologie gibt." Wobei ich "Theologie" lieber durch "Glaube" ersetzen würde.
Zum Artikel: Wo die Unendlichkeit der Mathematik aufhört...
Samstag, 1. August 2009
Vorsicht katholikenfeindlich!
Montag, 20. Juli 2009
Kirchensteuer - Glaubenssache?
Im Ernst: Was hier als Präzendenzfall für alle Kirchensteuergegner lanciert wird, könnte das gesamte deutsche Kirchenfinanzierungssystem erneut zur Diskussion stellen. Ein historisch gewachsenes System, das heutzutage von verschiedensten Seiten in Frage gestellt wird:
1. Atheisten fordern die totale Trennung von Staat und Kirche.
2. Ultrakonservative Katholiken möchten gerne den in ihren Augen modernistischen Kirchenoberen ihre finanzielle Unterstützung entziehen und dadurch ihr Mißtrauen aussprechen - das Zapp´sche Modell: Sie möchten aus der Körperschaft öffentlichen Rechts austreten, aber selbstverständlich zur katholischen Kirche als Glaubensgemeinschaft dazugehören.
3. Die vielen Menschen, die lautlos aus finanziellen Gründen austreten, von der Exkommunikation gar nichts wissen, unter ihr leiden oder sie achselzuckend in Kauf nehmen, sich selbst aber ohne weiteres als gläubig bezeichnen und darauf Wert legen mit ihren Kinder Erstkommunion und Firmung zu feiern.
4. Ich zum Beispiel wundere mich immer ein bisschen darüber, dass einerseits kirchlicherseits Ungerechtigkeiten der staatlichen Steuergesetzgebung glücklicherweise immer wieder angemahnt werden - beispielsweise die Besteuerung des Existenzminimus für Kinder - , man sich andererseits qua Kirchensteuer aber selbst in dieses System begibt und es dadurch letztlich legitimiert.
5. Weitere Meinungen sind im Kommentarbereich des oben verlinkten Artikels nachzulesen.
Niemand wird bezweifeln, dass wer zu einer Gemeinschaft gehören will, auch deren finanzielle Grundlagen mitzutragen bereit sein muss. Außerdem ermöglicht uns die Kirchensteuer Vieles, das sonst nicht so selbstverständlich möglich wäre und auf das wir Christen nicht verzichten möchten. Die meisten zahlen ja auch gerne und sind vielleicht auch dankbar für das vereinfachte Zahlungsprocedere durch die Kirchensteuer.
Andererseits kann man nicht ernstlich behaupten, dass das Thema Kirchensteuer an das Zentrum des christlichen Glaubens rührt. Den Kirchensteuerverweigerern automatisch den Tatbestand der Apostasie, Häresie oder des Schismas zu unterstellen, ist inhaltlich längst nicht immer durch entsprechende Bekenntnisse gedeckt und deshalb keine wirklich elegante Lösung. Den Verantwortlichen der Erzdiözese Freiburg wünsche ich für diesen Rechtsstreit die Geistesgaben der Weisheit und der Kreativität. Die entscheidenden "letzten" Fragen wird möglicherweise nicht das Kirchenrecht beantworten.
*Zur Erläuterung:
Die Tatstrafe der Exkommunikation ziehen sich alle zu, die in Deutschland keine Kirchensteuer mehr zahlen wollen. Die Erklärung gegenüber dem Finanzamt wird damit kirchenrechtlich der Apostasie, der Häresie und dem Schisma gleichgesetzt. Diese Regelung wurde zuletzt im Frühjahr 2006 wegen einer Note des Päpstlichen Rat für die Interpretation der Gesetzestexte an den Vorsitzenden der Amerikanischen Bischofskonferenz diskutiert, dann aber von der Deutschen Bischofskonferenz in einer Erklärung am 24. April 2006 bestätigt. Nachzulesen bei katholisch.de
Mittwoch, 15. Juli 2009
Christen und Esoterik
Selbstverständlich können Christen auch ohne all das auskommen. Der Glaube an den dreifaltigen Gott, der uns erlöst hat, braucht die Esoterik nicht und ist für rational veranlagten Menschen genauso befreiend wie für esoterisch angehauchte. Schön ist die Geschichte von Robert Spaemann, in der Papst Johannes Paul II. den katholischen Christen, die an Reinkarnation glauben, eine Brücke baut: "Ein Gespräch über die letzten Dinge".
Gefunden habe ich den Hinweis auf diesen Text in einem lesenswerten Artikel "Esoterik und katholischer Glaube", in dem ein unbekannter Autor recht differnziert darüber schreibt, "dass sich esoterische Weisheit und katholischer Glaube durchaus etwas zu sagen haben".
Donnerstag, 25. Juni 2009
Jenseits
Dieses Zitat des islamischen Mysikers Rumi steht über der Website des Projekts "Beyond": Christliche Gebetstradition und buddhistische Mantras verbinden sich in jedem der dreizehn Tracks zu einer musikalischen und spirituellen Einheit. Zusammen mit Tina Turner, die eigene Texte und Gedanken zwischen den Stücken spricht, wurden die Gesänge ihrer beiden Nachbarinnen Regula Curti und Dechen Shak-Dagsay am 19. Juni veröffentlicht.
Der Besuch des Dalai Lama bei Abt Martin Werlen OSB in Einsiedeln im August 2005 gab Regula Curti den zentralen Anstoß für die Entstehung des Projekts. Beide unterstützen es ebenfalls mit einer eigenen Botschaft: "Alle Religionen lehren uns die Tugenden Liebe, Barmherzigkeit, Geduld...Musik und Gesang sind kraftvolle Wege, um diese allgemein wirksamen Vorstellungen zum Ausdruck zu bringen..." (aus der Botschaft des Dalai Lama) und "...Wir können das Gemeinsame wahrnehmen, ohne die Unterschiede zu verwischen. Dabei verlieren wir nichts, sondern werden gegenseitig beschenkt." (Abt Martin Werlen)
"Das gemeinsame Singen und Beten kann uns an einen Ort führen, wo Liebe und Mitgefühl wachsen", beschreiben die Sängerinnen Regula Curti und Dechen Shak-Dagsay ihre Motivation für das Projekt. Die gesamten Einnahmen fließen in Charity-Projekte.
Domradio besprach ausführlich, hier der offizielle Trailer zu
Beyond
Dass Musik die Verbindung der Menschen zum Spirituellen stärkt, hat kürzlich das Sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche in einer Studie zum Boom des Gospelsingens bestätigt.
"Keep singing, singing takes you beyond" - ermutigt Tina Turner.