Donnerstag, 6. März 2008

Als Christin toleriert?

"Dass in dem Buch Religionskritik geübt wird und dessen Inhalt möglicherweise das Empfinden der Gläubigen der drei dargestellten Religionen verletzt, war für die Bundesprüfstelle nicht entscheidungserheblich, da dies keinen Tatbestand der Jugendgefährdung darstellt" heisst es in der Begründung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zur Entscheidung über das atheistische Kinderbuch "Wo bitte geht's zu Gott?, fragte das kleine Ferkel" - Welt online berichtet am 6. März 2008.

Nein, ich bin nicht dafür, dass Bücher auf einen Index kommen. Ich bin für Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Toleranz gegenüber Andersdenken. Und genau dies alles wird sowohl in besagtem Buch, als auch - und das im Blick auf Kinder und Jugendliche! - in der zitierten Begründung mit Füßen getreten.

Oder bedeutet Religionsfreiheit in Deutschland nur noch "Toleranz in einem schwächeren Sinne schließt Diskriminierung nicht aus, lediglich Verfolgung." (Wikipedia, Toleranz)?

2 Kommentare:

vita in deum hat gesagt…

Für Meinungsfreiheit sein muss nicht heißen, gegen einen Index sein zu müssen. Dieser sollte freilich nicht "verbieten", was ohnehin nicht möglich ist. Er sollte jedoch eine klare Orientierung geben. An der fehlt es.

Hermann hat gesagt…

Dieses Buch ist zweifellos polemisch und in meinen Augen auch unfair - na und?
Ich möchte meine Meinung auch mal polemisch und einseitig kungtun, das werden manche dann auch als unfair empfinden - das ist halt freie Meinungsäußerung!