Montag, 1. Juni 2009

Kirchen entdecken Twitter

Getwittert wird ja allenthalben, was das Zeug hält, teilweise intelligente und informative Statusmeldungen in 140 Zeichen, manchmal witzig, meistens belanglos. Auch viele Christen und verschiedene kirchliche Einrichtungen haben einen Twitter-Account eingerichtet, was immerhin bedeutet, dass sie sich Gedanken über Gottes Gegenwart im Netz der Netze machen. Findige Pressestellen oder Agenturen stellen einfach eine Art RSS-Feed ihrer News bei Twitter ein, was bei einer Stelle mit viel Output einen nicht zu unterschätzenden Spam-Effekt beim Follower erzeugt.

Doch es geht auch anders:

1. Seit Pfingsten twittert die Diözese Limburg
als erstes der deutschen Bistümer mit dem erklärten Ziel, "Substanzielles durch Virtuelles zu transportieren" (Bischof Tebartz-van-Elst) und ragt durch ihren Mix aus Meldungen verschiedener Quellen inklusive Videos aus dem automatisierten oder sinnarmen Gezwitscher deutlich heraus. Man merkt: Hier macht sich jemand Gedanken und Mühe und ist mit dem "Medium Internet" wirklich vertraut. http://twitter.com/BistumLimburg

2. Mit einem Bibelrekordversuch hat evangelisch.de in den 10 Tagen vor Pfingsten genügend Christen motiviert, die komplette Bibel kapitelweise in 140-Zeichen-Botschaften zusammenzufassen. Im Herbst wird das Buch erscheinen. http://rekordversuch.evangelisch.de/

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