Kürzlich erfuhr ich aus der "Blogoszese", dass doch noch nicht alle diesen Film kennen, den ich bisher für ein religionspädagogisches "Must-Have" gehalten hatte. Darum eine kurze Empfehlung: Jesus von Montreal ist eine Verfilmung des Evangeliums, die sich anzusehen lohnt. Während eine Gruppe junger Theater-Schauspieler sich (und die Zuschauer) über ein Passionsspiel mit dem Leben Jesu aus historischer Perspektive vertraut macht, ereignet sich in ihrem Alltag das "wahre" Evangelium. Die Parallelen beginnen bereits im Prolog mit Andeutungen aus der Geschichte Johannes des Täufers und ziehen sich mehr oder weniger verdeckt durch den ganzen Film. Die Passage über Tempelreinigung und Gerichtsverhandlung bette ich unten ein. Der Film lebt von dem Spannungsbogen zwischen der Annäherung an die historische Figur Jesu und der Wirkung, die seine Botschaft und sein Anpruch in der Gegenwart der Protagonisten entfaltet. Ein in theologischer und künstlerischer Hinsicht anspruchsvolles Werk, zugleich sehr unterhaltsam und stellenweise sogar komisch. Aus meiner Sicht der beste aller "Jesus-Filme", wenn man ihn überhaupt in dieses Genre einordnen will.
Inzwischen kann man den kompletten Film in 13 Häppchen auf Youtube ansehen - in französischer Originalsprache mit englischen Untertiteln.
[Sorry, die Videos wurden inzwischen wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen entfernt. Ich bette deshalb jetzt den Beginn des Films ein, der an den Anfang des Markusevangeliums erinnert. ]
Knackig hinterfragt
-
Vor einigen Monaten hatte die ZDF-Sendung Frontal21 ja für etwas Aufregung
gesorgt, wegen ihrer Berichterstattung über evangelikale Mission. Man kann
nur h...
Das zur Weltgeschichte...
-
Aus Ralf Rothmanns Roman "Feuer brennt nicht":
"[Die alte Frau] zeigt mit dem verkohlten Streichholz auf Wolf. »Wissen Sie,
was unter dem ersten Brief me...
Solidarität II
-
Das kleine Gespräch mit meiner Nachbarin über Solidarität geht mir nicht aus
dem Kopf und ich will ein paar Gedanken dazu notieren: Die Unterhaltung
zeigt,...
Tag 29
-
Neunundzwanzig Tage bin ich nun schon in Indien und seit dem 27. Juli auch
wieder in Mirga. Nachdem ich hier schon 3 Tage verbringen durfte, geht es
nun lo...
nichtkloster
-
Wenn nach Vertiefung eines spirituellen christlichen Lebens geschaut wird,
wo schaut man hin? Wenn Kirche neu bedacht werden soll mit der Frage nach
Möglic...
Zu guter Letzt
-
Zum Abschluss des heutigen hochfestlichen Tages möchte ich noch aus dem
“Weg” von Escrivá zitieren, da mich diese Zeilen sehr angesprochen haben:
“Paradox:...
Fünf Eier im Storchennest
-
St. Ottilien. - „Wenn Maria wird verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts
findet“, so lautete die Bauernregel vom 25. März. Und just an diesem Tage
wurde e...
Diakoninnen in der Alten Kirche?
-
Beim domradio findet sich ein hörenswertes Interview mit dem Leiter des
Erzbischöflichen Diakoneninstitutes in Köln, Prof. Dr. Günter Riße. Er weist
darauf...
Adulte Infantilität
-
Die vergangene Nacht habe ich unter freiem Himmel geschlafen. Der Abend
draußen war einfach zu schön, und das Schlafzimmer zu warm. In meiner
abgeschnitten...
Das ging schnell...
-
Eine Pressemitteilung der Universität Paderborn berichtet schon heute über
eine "Erfolgreiche interreligiöse Tagung „Theologie der Befreiung in Islam
und C...
Würzburg macht Schluss mit Nürnberg
-
Ja, es ist Sommer, auch in Würzburg und weil im Sommer wenig los ist, gibt
es die legendären Sommerthemen. In Würzburg heißt das Sommerthema in diesem
Jahr...
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen